ABST Sachsen-Anhalt

Startseite | Kontakt | Impressum | Suche:

Auftragsberatungsstelle Sachsen-Anhalt Auftragsberatungsstelle Sachsen-Anhalt Auftragsberatungsstellen in Deutschland
Präqualifizierungsdatenbank
für den Liefer- und Dienstleistungsbereich
Unternehmer- und Lieferantenverzeichnis

 

Präqualifizierung von Unternehmen im Unternehmer- und Lieferantenverzeichnis (ULV) und PQ-VOL

Was ist Präqualifizierung?

Präqualifizierung ist die vorgelagerte und auftragsunabhängige Prüfung und Zertifizierung von Nachweisen nach den Vergabe- und Vertragsordnungen zur Fachkunde, Leistungsfähigkeit, Gesetzestreue und Zuverlässigkeit (Eignung) eines Unternehmens.

Mit Vorlage der Bescheinigung bei der Bewerbung um öffentliche Aufträge bei den Vergabestellen gilt die Eignungsfähigkeit des Bieters für ein Jahr als erbracht. Präqualifizierung ersetzt die Einzelnachweise.

Rechtlicher Rahmen

Für Sachsen-Anhalt gilt Folgendes:
Gemäß Runderlass des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt vom 21.11.2008 - 41-32570/3, 1. c), veröffentlicht im Ministerialblatt des Landes Sachsen-Anhalt Nr. 16/2009 vom 11.05.2009, ist die Auftragsberatungsstelle Sachsen-Anhalt als anerkannte Präqualifizierungsstelle zugelassen. Danach sind die Vergabestellen im Land Sachsen-Anhalt gehalten, die Präqualifizierung der Auftragsberatungsstelle Sachsen-Anhalt im Bereich von VOL/A- und VOF-Vergaben bei Vorlage der Bescheinigung durch einen Bieter/Bewerber in jedem Fall anzuerkennen. Aus dem o.g. Runderlass folgt weiter, dass die Vergabestellen, den Bietern bereits in der Bekanntmachung die Möglichkeit der Vorlage einer solchen Bescheinigung einräumen müssen.
Bei dem regionalen Unternehmer- und Lieferantenverzeichnis (ULV) im VOB/A-Bereich liegt die Anerkennung im Ermessen der Vergabestelle. Zahlreiche Auftraggeber haben jedoch mit der Auftragsberatungsstelle Sachsen-Anhalt über die Anerkennung eine Vereinbarung geschlossen. Eine entsprechende Auflistung findet sich unter dem Navigationspunkt "Das ULV anerkennende ÖAG".

Darüber hinaus ist die ist die Auftragsberatungsstelle Sachsen-Anhalt seit 25.10.2007 durch einen mit der Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt geschlossenen Kooperationsvertrag auch als Präqualifizierungsstelle für Ingenieure tätig.

Auf der Grundlage der Thüringer Verwaltungsvorschrift zur Vergabe öffentlicher Aufträge vom 16.09.2015 werden auch thüringische Unternehmen durch die Auftragsberatungsstelle Sachsen-Anhalt präqualifiziert. Bei Vorlage der Bescheinigung durch die Bieter ist diese durch die Vergabestellen in jedem Falle anzuerkennen.

Die Rechtsgrundlagen zur Präqualifizierung im PQ-VOL in den einzelnen Bundesländern können Sie der nachfolgend im Download zur Verfügung gestellten Tabelle (Stand 12/2014) entnehmen:

Rechtsgrundlagen zur Präqualifizierung im Liefer- und Dienstleistungsbereich
(ULV/PQ-VOL-VOF)

Gemäß § 97 Abs. 4a GWB sind Präqualifizierungsverfahren zugelassen d.h., dass anstelle von Einzelnachweisen die Vergabestellen im gesamten Bundesgebiet vorgelegte Bescheinigungen anerkennen können. Diese Regelung wurde im Wesentlichen in die am 11.06.2010 in Kraft getretene VOL/A übernommen.

Funktionsweise

Unternehmen die sich präqualifizieren lassen möchten, senden einen entsprechenden Antrag nebst Kopie eines Einzahlungsbeleges über den im Voraus zu zahlenden Betrag (siehe Kosten) an die Auftragsberatungsstelle Sachsen-Anhalt, Alter Markt 8, 39104 Magdeburg. Anträge für eine VOF-Zertifizierung sind an die Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt, Hegelstr. 23, 39104 Magdeburg zu richten. Diese werden von dort zur Bearbeitung an die Auftragsberatungsstelle Sachsen-Anhalt weitergeleitet.

Nach Antragseingang setzt sich die Auftragsberatungsstelle Sachsen-Anhalt unmittelbar mit dem Antragsteller in Verbindung und fordert ihn zur Einreichung der für die Präqualifizierung erforderlichen Nachweise auf. Nach Eingang der Unterlagen werden diese von der Auftragsberatungsstelle Sachsen-Anhalt auf Aktualität, Gültigkeit und Vollständigkeit überprüft. Nach positivem Abschluss der Prüfung der von der Auftragsberatungsstelle Sachsen-Anhalt geforderten Nachweise erhält das Unternehmen über die Eintragung in dem entsprechenden Präqualifizierungsverzeichnis eine Bescheinigung, Abschließend werden die unternehmenskundlichen Daten und die präqualifizierten Nachweise in den Datenbanken www.pq-abst.de (regionales Unternehmer- und Lieferantenverzeichnis) bzw. www.pq-vol.de (bundesweites Präqualifizierungsverzeichnis PQ-VOL) eingestellt und sind für die Vergabestellen mit der auf der Bescheinigung eingetragenen Zertifizierungsnummer einsehbar.

Vier Wochen vor Ablauf der Geltungsdauer der Bescheinigung erhält das eingetragene Unternehmen von der Auftragsberatungsstelle Sachsen-Anhalt eine Information nebst den Verlängerungsunterlagen. Wird von dem Unternehmen die Verlängerung der Eintragung gewünscht, müssen vor Fristablauf erneut eine Vielzahl der Nachweise zur Präqualifizierung vorgelegt werden.

Bei Kenntnis von Änderungen an den Eintragungsvoraussetzungen (z.B. bei Insolvenz) werden die betreffenden Unternehmen umgehend gesperrt. Dazu erfolgt durch die Auftragsberatungsstelle Sachsen-Anhalt wöchentlich eine Insolvenzprüfung der präqualifizierten Unternehmen.

Nachweise

a) Für Unternehmen, die Bauleistungen im Sinne der VOB/A erbringen und eine Präqualifizierung im regionalen Unternehmer- und Lieferantenverzeichnis (ULV) wünschen sowie für Unternehmen die Leistungen im Sinne der VOL/A erbringen und die eine Präqualifizierung im bundesweiten PQ-VOL anstreben, sind folgende Nachweise vorzulegen:

  • Gewerbeanmeldung und ggf. die Gewerbeummeldung in Kopie
  • Handelsregisterauszug in Kopie
  • Mitgliedsbescheinigung der zuständigen Industrie- und Handelskammer bzw. Bescheinigung über die Eintragung in der Handwerksrolle in Kopie
  • Eigenerklärung für das Unternehmen, dass keine schwere Verfehlung vorliegt, die die Zuverlässigkeit als Bewerber in Frage stellt (alternativ: amtliche Auskunft aus dem Gewerbezentralregister gem. § 150 GewO)
  • Eigenerklärung zum Gewerbezentralregister für alle vertretungsberechtigten Personen des Unternehmens (alternativ: amtliche Auskunft aus dem Gewerbezentralregister gem. § 150 GewO)
  • gültige Unbedenklichkeitsbescheinigung zur Mitgliedschaft und Zahlung der Beiträge einer Berufsgenossenschaft
  • gültige Unbedenklichkeitsbescheinigung über die Zahlung von Beiträgen einer gesetzlichen Krankenkasse
  • Eigenerklärung über die Zahlung von Steuern und Abgaben
  • Eigenerklärung, dass sich das Unternehmen nicht in Insolvenz oder in Liquidation befindet
  • Datenschutzerklärung/Zustimmungserklärung (Eigenerklärung) über die Verwendung personenbezogener Daten für das ULV bzw. PQ-VOL (VOF) der Auftragsberatungsstelle Sachsen-Anhalt
  • Bewerbererklärung S.-A. gem. MBL LSA Nr. 16/2009 RdErl. des MW vom 21.11.2008 - 41-32570/3

Für die als Eigenerklärung aufgeführten Erklärungen werden von uns nach Antragseingang entsprechende Formulare zur Verfügung gestellt.

b) Für Unternehmen, die Leistungen im Sinne der VOL/A erbringen und im PQ-VOL zertifiziert werden möchten, sind zusätzlich über die in a) genannten Unterlagen hinaus folgende weitere Nachweise zu erbringen:

  • aktueller Nachweis über eine Betriebshaftpflichtversicherung in Kopie
  • Referenzliste mit mindestens drei Referenzen der letzten drei Geschäftsjahre als Eigenerklärung (Formular wird zur Verfügung gestellt)
  • Eigenerklärung zu Umsätzen und Anzahl der Mitarbeiter der letzten drei Geschäftsjahre (Formular wird zur Verfügung gestellt).

Von allen Unternehmen können darüber hinaus freiwillig weitere gewerbespezifische Unterlagen, wie z.B. Nachweise zur Qualitätssicherung, Freistellungsbescheinigung gem. § 48 b EStG etc., eingereicht werden.

c) Für Ingenieure und Unternehmen, die freiberufliche Leistungen im Sinne der VOF erbringen, sind folgende Nachweise beizubringen:

Legende:

O = Original / beglaubigte Kopie
K = Kopie
E = Eigenerklärung – die Formulare hierzu werden dem Antragsteller von der Auftragsberatungsstelle Sachsen-Anhalt zur Verfügung gestellt
GB = gültige Bescheinigung

 

 

Rechtsform

 

Nachweisart

Architekt/Ingenieur

Kapitalgesellschaft

Handelsregisterauszug

 

K

Bewerbererklärung Sachsen-Anhalt

E

E

GZR 4 Unternehmen

 

E, alternativ O

GZR 4 bei GmbH & Co. KG für GmbH

 

E, alternativ O

GZR 4 bei GmbH & Co. KG für KG

 

E, alternativ O

GZR 3 Inhaber

E, alternativ O

 

GZR 3 Gesellschafter

E

E (bei KG)

GZR 3 Geschäftsführer

 

E (bei GmbH)

GZR 3 Vorstandsmitglieder

 

E (bei AG)

Erklärung zu wirtschaftlichen Verknüpfungen

O

O

Krankenkassenbeitrag

GB

GB

Steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung

E

E

Erklärung zur Insolvenz bzw. Liquidation

E

E

Datenschutzerklärung/Zustimmungserklärung

E

E

Gewerbeanmeldung

 

K

Berufsgenossenschaft

GB

GB

Berufshaftpflichtversicherung

gem. § 33 IngG LSA

wird der Auftragsberatungsstelle Sachsen-Anhalt von der Ingenieurkammer zur Verfügung gestellt

Ing.-Zeugnis

wird der Auftragsberatungsstelle Sachsen-Anhalt von der Ingenieurkammer zur Verfügung gestellt

Öffentl. Bestellungs- und Eintragungsurkunde

wird der Auftragsberatungsstelle Sachsen-Anhalt von der Ingenieurkammer zur Verfügung gestellt

Referenzschreiben von Auftraggebern

K

K

Referenzliste der letzten drei Jahre

E

E

Gesamtumsatz der letzten drei Jahre

E

E

Verzeichnis der Mitarbeiter, Qualifikationen, der letzten drei Jahre

E

E

techn. Ausrüstung/Fahrzeuge

E

E

CPV

E

E

Darüber hinaus können freiwillig weitere gewerbespezifische Unterlagen, wie z.B. Nachweise zur Qualitätssicherung, Freistellungsbescheinigung gem. § 48 b EStG etc., eingereicht werden.

Kosten

Für jede Neueintragung wird ein Betrag in Höhe von 180,00 € (einhundertachtzig) zzgl. gesetzl. MwSt. und für jede der möglichen jährlichen Verlängerungen ein Betrag in Höhe von 130,00 € (einhundertdreißig) zzgl. gesetzl. MwSt. erhoben, der jeweils im Voraus per Überweisung auf das Konto der Auftragsberatungsstelle bei der HypoVereinsbank AG Magdeburg, IBAN: DE34200300000029845925,  
BIC: HYVEDEMM300, zu entrichten ist.

Ziel der Präqualifizierung von Unternehmen

Ziel der Präqualifikation von Unternehmen im Unternehmer- und Lieferantenverzeichnis (ULV) bzw. PQ-VOL ist es:

  • Den öffentlichen Auftraggebern die Arbeit bei der Vergabe öffentlicher Aufträge hinsichtlich der formalen Prüfung zu erleichtern und damit den Verwaltungsaufwand zu senken.
  • Den Unternehmen die Möglichkeit einer Vorprüfung zu geben, so dass sich diese auf die Ausarbeitung ihres Angebotes konzentrieren können und ggf. nur die für einen speziellen Auftrag erforderlichen zusätzlichen Nachweise erstellen / vorlegen müssen. Damit wird auch ihr Aufwand bei der Angebotserstellung minimiert und die Fehlerquote gesenkt.
  • Bürokratie abzubauen.

Sonstiges

Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Merkblatt, welches im Download zur Verfügung steht.

 

 

» Seite drucken